Torte für Brian

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Brian – der Tragödie zweiter Teil: Das Theater Neumarkt lädt «Gäst:innen» zum solidarischen Boxtraining.

DANK 70’000 FRANKEN STEUERGELD
Der junge Straftäter Brian, der unter dem Namen Carlos schweizweit bekannt wurde, sitzt weiterhin hinter Gittern. Dies erregte das Mitleid von einigen Künstlern und Journalisten, die Brian deshalb eine kleine Freude machen wollten. Diese nette Idee verschlang 70 000 Franken Steuergeld.

Vermutlich erinnern sich noch alle an den jugendlichen Straftäter Carlos, der vor einigen Jahren täglich für Schlagzeilen sorgte, weil er in den Genuss eines Sondersettings mit eigener Wohnung, Putzfrau und Köchin gekommen war. Die teuren Massnahmen bewirkten bei Carlos damals keine Besserung, und er landete wegen verschiedenster Delikte im Gefängnis. Inzwischen wollte Carlos bei seinem richtigen Namen genannt werden: Brian. Doch sonst verhielt er sich weiterhin wie zuvor. Aus seiner Zelle machte er Kleinholz, und die Aufseher bekamen seine rohe Gewalt zu spüren. Extra für Brian wurde eine Hochsicherheitszelle im Wert von einer Million Franken errichtet. Für gewisse Leute ist Brian aber nicht Täter, sondern ein armes Opfer.

Folter- und Rassismus-Experten

Bei diesen Leuten handelt es sich um Journalisten, Künstler, selbsternannte Rassismusexperten (als ob Brian wegen seiner Hautfarbe im Gefängnis sitzen würde) und ein Folterexperte der UNO, der die Schweiz wegen der Einzelhaft Brians kritisierte. Die Journalisten und Experten halten die Massnahmen für Brian für eine Ungerechtigkeit, und die Künstler tun das, was Künstler in der Schweiz immer tun: Geld der öffentlichen Hand beantragen. Stadt und Kanton Zürich zeigten sich grosszügig und überwiesen 70 000 Franken. Mit dieser Summe wurde zuerst einmal eine Torte zu Brians 26. Geburtstag gebacken. Dieser kam jedoch nicht in den Genuss dieses Geschenkes, denn die Gruppe durfte das Gefängnis nicht betreten. So blieb es bei einer kleinen Kundgebung vor dem Gefängnis. Die schöne Torte fand also nicht den Weg zu Brian, dafür aber medienwirksam vor die Kameras der anwesenden Journalisten.

Boxtraining für die Gäst:innen

Mit von der Partie bei diesem Projekt sind auch das Museum Helmhaus und das Theater Neumarkt. Das ist das Theater, das mit jährlich 5,5 Millionen Franken subventioniert wird und bisher mehr durch Aktionen wie «Schweiz entköppeln» als durch Bühnenkunst für Schlagzeilen sorgte. Wenn man mit dem Geld anderer Leute lebt, lässt es sich eben hervorragend moralisieren. So spricht die Gruppe davon, dass Brians Menschenrechte eingeschränkt seien. Wieso, ist nicht ganz klar, vielleicht weil es im Gefängnis nicht jeden Tag Kuchen gibt. Das Theater Neumarkt jedenfalls beteiligt sich an den Aktionen für Brian nicht mit einem Bühnenstück, sondern mit allerlei anderen Veranstaltungen. Zum Beispiel mit Podiumsdiskussionen und – besonders passend, das muss man zugeben – mit einem Boxtraining. Mitmachen dürfen alle, die wollen. Das Theater nennt die Gäste allerdings «Gäst:innen» – als ob noch jemand daran gezweifelt hätte, wo das Theater Neumarkt ideologisch einzuordnen ist.

Den «Blick» kaufen

Besonders unfair finden die Künstler, wie Brian von den Medien behandelt wurde. Er sei immer als der böse Gewalttäter hingestellt worden, was bestimmt mit seiner dunklen Hautfarbe zu tun habe. Vergessen geht, dass Brian zahlreiche Leute mit seinen Fäusten übel zugerichtet hatte. Damit solcher Journalismus in Zukunft nicht mehr vorkomme, beabsichtigt die linke Truppe, die Tageszeitung Blick zu kaufen. Aus diesem Grund wird um Spenden gebeten. Ob genug Geld dafür gesammelt werden kann, ist eher ungewiss. Nötig ist das aber auch gar nicht, denn wenn man das, was man tut, als Kunstprojekt bezeichnet, sprudelt im Kanton Zürich das Geld automatisch, zumindest das Steuergeld. Wer sich darüber aufregt, darf sich im Boxtraining im Theater Neumarkt abreagieren.

26. November 2021 Tobias Infortuna