Überwiegend stempeln Leute ohne roten Pass

Hintergrund Überwiegend stempeln Leute ohne roten Pass - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Ende Januar 2022 standen 61'727 ausländischen Arbeitslosen ledilgich noch 60'541 einheimische Arbeitslose gegenüber.

ERSTMALS MEHR AUSLÄNDISCHE ALS SCHWEIZER ARBEITSLOSE
Wenn uns die Personenfreizügigkeit etwas gebracht hat, so ist es eine wachsende Arbeitslosigkeit der Ausländer in der Schweiz. Sie belasten unsere Arbeitslosenkasse übermässig stark. Die aktuelle Statistik bestätigt dies.

Leidtragende sind die Schweizer Arbeitnehmer, die für den wachsenden Anteil ausländischer Arbeitnehmenden aufkommen müssen. Seit Beginn der erweiterten Personenfreizügigkeit am 1.4.2006 hat die Zahl der ausländischen Arbeitslosen zwar nur um 1,2% zugenommen, aber in der gleichen Zeit ist die Zahl der Schweizer Arbeitslosen um 26,4% gefallen.

Deshalb hat die Zahl der ausländischen Arbeitslosen (61 727) im Januar 2022 erstmals die Zahl der einheimischen Arbeitslosen (60 541) übertroffen. Der Anteil der arbeitslosen Ausländer am Total ist von 42% vor Beginn der Personenfreizügigkeit auf 50,5% angestiegen. Unsere Arbeitslosenkasse ist auf ei­ne Arbeitslosigkeit von rund 110 000 bis 120 000 Arbeitslose bzw. eine Arbeitslosenquote von rund 2,6% ausgelegt. Übersteigt die Arbeitslosenzahl diese Marke, dann kommt es zu Defiziten. Diese sind allenfalls durch höhere Beiträge wieder zu kompensieren.

Schweizer stets unter kritischer Marke

Die arbeitslosen Schweizer Arbeitnehmer überschritten die Marke von 2,6% seit Beginn der Personenfreizügigkeit nie, die ausländischen aber permanent. Im Januar 2022 lag die Arbeitslosenrate der Ausländer mit 4,9% mehr als doppelt so hoch wie jene der Schweizer mit 1,8%.

Genau lässt sich das Ausmass der Umverteilung innerhalb der Arbeitslosenkasse wegen der unterschiedlichen Anstellungsverhältnisse nicht berechnen, aber es ist offensichtlich. Läge die Arbeitslosenrate der Ausländer auf dem gleichen Niveau wie jenes der Schweizer (1,8%), dann würde ihre absolute Zahl um fast 40 000 tiefer ausfallen und es würden heute insgesamt nicht 122 000 Arbeitslose gezählt, sondern lediglich 83 000. Es könnten aus den Beiträgen Reserven in der Kasse aufgebaut werden, damit bei der nächsten Krise die Finanzierung der Kurzarbeit nicht der Bundesrechnung angehängt werden müsste. Oder die Beiträge könnten gesenkt werden. Es besteht politischer Handlungsbedarf, denn es kann nicht sein, dass die fleissigen Schweizer Arbeitnehmer jahrzehntelang ausländische Arbeitslose durchfüttern müssen.

 

 

10. März 2022 Hans Kaufmann