Ukraine-Konflikt: Zeit nachzudenken und hinter die Kulissen der Mainstream-Medien zu blicken

Zuschrift Ukraine-Konflikt: Zeit nachzudenken und hinter die Kulissen der Mainstream-Medien zu blicken - Onlinebote SVP des Kantons Zürich
LESERBRIEF

Das Entsetzen über den Krieg in der Ukraine ist verständlich. Doch ist Vorsicht vor dem geboten, was die Mainstream-Medien uns aufs «Informationstablett » servieren. Putin mag der Auslöser für den Krieg gewesen sein, aber in ihm die alleinige Gestalt des Bösen zu sehen, dient der Sache nicht. Kennen wir die jüngere Geschichte der Ukraine? Wissen wir, wie dort mit ethnischen Minderheiten umgegangen wird, vor allem mit russischen? Ob es wohl einen Zusammenhang mit der russischen Invasion in den Orten gibt, wo grosse russische Minderheiten leben? Bislang stand die EU immer knallhart für den Weg der Diplomatie und Deeskalation. Nun aber liefern die Deutschen der Ukraine kurzum Waffen (notabene veraltete). So viel zum Beitrag zur Deeskalation der Lage.

Auch über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wären einige Fragen angebracht: Was ist das für ein Volksvertreter, der die eigene Zivilbevölkerung in Kiew mit Waffen gegen die russische Armee «aufmunitioniert»? Er wird wissen, dass dies unweigerlich zu mehr ukrainischen Zivilopfern führt. Weiter rief er zum Söldnerdienst an ukrainischer Seite auf. Soll die Ukraine zu einem Syrien 2.0 werden?

Wir wissen einfach zu wenig, was dort drüben wirklich passiert ist und welche Ereignisse diesen Krieg provoziert haben. Es sollte uns nachdenklich machen, dass die aktuelle Berichterstattung einmal mehr in das anti-russische Narrativ passt, das seit über 70 Jahren in Europa bewusst geprägt wird. Von wem eigentlich? Und wo versteckt sich die USA mit ihren Interessen in diesem Konflikt?

Keine Frage, die Menschen in der Ukraine brauchen unsere Hilfe und unseren Beistand. Wir aber brauchen eine differenzierte Sicht, um die Lage richtig beurteilen zu können.

Vorschnelle Empörungen helfen nicht, denn sie schüren einen (Putin-) Hass, der sich in einigen Ländern bereits in eine russischfeindliche Haltung wandelt. Das ist gefährlich. Es ist also Zeit, innezuhalten und sich ein paar Fragen zu stellen, hinter die Kulissen der Mainstream-Medien zu blicken und über historisch-politische Zusammenhänge nachzudenken.

Timotheus Bruderer, Gemeinderat SVP, Wetzikon

17. März 2022 Leserbrief