Und immer wieder geht eine Schule auf …

Stadt Zürich Und immer wieder geht eine Schule auf … - Onlinebote SVP des Kantons Zürich 1

Wermutstropfen vor der Eröffnung der Swiss Life Arena 2022: Die Erschliessungskosten fallen höher als erwartet aus. Bild Pixabay

AUS DEM ZÜRCHER GEMEINDERAT
Der Gemeinderat behandelte u.a. die Weisung 2021/201. In der Weisung geht es um die Erhöhung des Projektierungskredits auf 7,7 Mio. Franken. Auf dem Areal zwischen Gladbach-, Sirius- und Hochstrasse im Quartier Fluntern sollen eine Schulanlage, ein Ersatz für den heutigen Werkhof Hochstrasse und wie bisher ein Quartierpark mit zwei Tennisplätzen erstellt werden.

Der Werkhof wird mit Rücksicht auf das Quartier – es sind in der Vergangenheit mehrfach Lärmklagen eingegangen – unterirdisch gebaut. Der beliebte Quartierpark Siriuswiese mit dem alten Baumbestand bleibt erhalten. Die Schulanlagen Scherr, Hutten und Fluntern haben ihre Kapazitätsgrenzen erreicht und können nicht weiter ausgebaut werden. Auf der Schulanlage Fluntern und Heubeeribüel wurden vier Züri-Modular-Pavillons aufgestellt und kurzfristig Räume zugemietet, um das Platzangebot zu erweitern. Der Bedarf für die neue Schulanlage Sirius ist somit nachgewiesen und wird nach der Erstellung 12 Primarklassen und 4 Kindergärten Platz bieten. Die Schule wird als Tagesschule mit rund 350 Kindern geführt. Für die sportliche Betätigung wird eine Doppel-Turnhalle erstellt, welche die Schulkinder und auch Vereine nutzen können. Das Rasenspielfeld und die zwei neuen Tennisplätze stehen der Quartierbevölkerung ebenfalls zur Verfügung. Die neue Schule Sirius liegt im Schulkreis Zürichberg, jedoch an der Grenze zum Schulkreis Waidberg. Durch den Neubau verkürzen sich die Schulwege der Kinder. Der Schule Sirius können Kinder aus beiden Schulkreisen zugeteilt werden, was mehr Flexibilität bedeutet. Die Sporthalle, Musik- und Therapieräume werden auch der Schule Hutten – Schulkreis Waidberg – zur Verfügung stehen. Ein Blick auf die Erstellungskosten zeigt, dass die neue Schulanlage 48,5 Mio. Franken, der Werkhof 20,8 Mio. Franken und der Quartierpark 1,2 Mio. Franken kosten werden.

Die Gesamtkosten inkl. der Reserve liegen für dieses Projekt bei 82 Mio. Franken. Die Grünen haben zwei Änderungsanträge gestellt. Im ersten soll die ganze Quartierwiese der Freihaltezone zugewiesen und im zweiten die Tennisplätze auch für die Quartierbevölkerung geöffnet werden. Der Sprecher der Grünen erklärte, dass mit dem ersten Änderungsantrag die Quartierwiese für immer und ewig vor Überbauung geschützt wird. Souverän hat der Kommissionspräsident Stefan Urech, SVP, die Behauptung des Grünen widerlegt, indem er ausführte, dass eine Umzonung auch aus der Freihaltezone jederzeit möglich ist. Wenn es mit der Zuwanderung und Verdichtung in der Stadt so weitergeht, wird der Tag kommen, an dem auch die Siriuswiese Bagger und Beton zum Opfer fallen wird. Die SVP stimmte dem ganzen Projekt zu, was auch der Gemeinderat tat.

Bald fliegt der Puck

Die Eishockey- und Sportarena (Swiss Life Arena) der ZSC Lions in Zürich-Altstetten wird gegenwärtig gebaut und voraussichtlich im August 2022 eröffnet. Der Gemeinderat bewilligte im Baurecht 2016 1,9 Mio. Franken für Erschliessungsmassnahmen. Mit der Weisung 2021/282 beantragt der Stadtrat nun die Mehrkosten für die Erschliessung via Berner- und Vulkanstrasse. Der Objektkredit wird auf CHF 4,4 Mio. erhöht. Die Gründe für die Mehrkosten machen sehr nachdenklich.

Ein Grund sind die Sanierungsmassnahmen an der Vulkanstrasse, die unabhängig von der Swiss Life Arena anfallen, jedoch koordiniert umgesetzt werden sollen. Das ist vernünftig. In der Bernerstrasse muss eine neue Lichtsignalanlage gebaut werden. Bei der Planung wurden hier einfach Standardkosten eingesetzt.

In der Realität fehlen Werkleitungen in diesem Gebiet, sodass der nächste Anschlusspunkt rund 700 m – bei der Europabrücke – weiter entfernt liegt, was zu Mehrkosten beim Leitungsbau führt. Die Kosten für anfallende Verkehrsdienste während der Bauarbeiten, das Versetzen der Schlammsammler, das Anpassen von sechs Kandelabern und Veränderungen an Grünflächen gingen bei der Planung einfach vergessen, so die Ausführungen von Derek Richter, SVP.

Aus Sicherheitsgründen müssen zudem drei Schwenkbarrieren mit Wechselsignalen und Leitungen gebaut werden. Diese Details im Sicherheitskonzept seien bei der Volksabstimmung nicht bekannt gewesen, so die Ausführungen des Stadtrats. Seriöse Planung sieht definitiv anders aus.

7. Oktober 2021 Walter Anken