Und plötzlich ist alles anders

Worte des... Und plötzlich ist alles anders - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Mitten in Europa herrscht Krieg. Bild Pixabay

WORTE DES FRAKTIONSPRÄSIDENTEN

Glaubten wir vor wenigen Wochen, dass ein Ende der Corona-Krise in Sichtweite ist und wir langsam zurück zur Normalität übergehen können, stehen wir bereits mitten in der nächsten Krise. Was viele noch vor wenigen Monaten für unmöglich gehalten haben, ist brutalste Realität geworden. Mitten in Europa herrscht Krieg. Nicht zwischen Religionen, nein ein souveräner Staat wird von einem anderen Staat angegriffen. Krieg mit seiner vollen Brutalität, wie wir es uns nach dem Ende des kalten Krieges nicht mehr vorstellen konnten.

Damit werden alle Lügen gestraft, welche uns bis vor Kurzem gebetsmühlenartig weiss machen wollten, dass es einen klassischen Krieg mit Luftangriffen, Artillerie und gar Infanterie so in Europa nicht mehr ge­ben würde und es auch deshalb keine Armee und schon gar keine Kampfflieger mehr brauche. Dass eine starke Armee hilft, Freiheit und Sicherheit zu bewahren, wurde von linker Seite negiert und die SVP dafür oft als rückständig dargestellt. «Wer nicht bereit ist, für die Freiheit zu kämpfen, hat sie bereits verloren», wie sinnbildhaft dieser Spruch ist, wird uns gerade vor Augen geführt.

Sicherheit und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit. Wir müssen bereit sein, dafür einzustehen und unseren Beitrag dazu zu leisten. Dazu benötigen wir eine starke Armee, eine Luftwaffe, einen funktionierenden Zivilschutz. Eigenverantwortung braucht es nicht nur bei jedem Einzelnen, Eigenverantwortung brauchen wir auch beim Staat. Sich einfach auf andere zu verlassen, ist nicht nur kurzsichtig, es ist auch egoistisch. Erforderlich ist auch eine gestärkte Unabhängigkeit bei der Versorgung mit Energie und Nahrungsmitteln. Gerade in der immer stärker globalisierten Welt mit zunehmender «just in time»-Produktion haben Unterbrüche von Lieferketten enorme Auswirkungen und Verwerfungen für die Märkte und die Wirtschaft. Bei der Energie- und Nahrungsmittelversorgung hat die SVP schon länger insistiert und mit Nachdruck Investitionen in eine höhere Eigenversorgung gefordert.

Lange Zeit galten wir als einsame Rufer in der Wüste, dass nun zunehmend auch andere Parteien darauf einschwenken, können wir als kleine Genugtuung abbuchen. Jetzt muss es uns gelingen, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu überzeugen, das Original zu wählen, und zwar bereits bei den bevorstehenden Kommunalwahlen. Helfen Sie mit – herzlichen Dank!

 

 

18. März 2022 Martin Hübscher