Unsinniges Stimmrechtsalter 16

Worte des... Unsinniges Stimmrechtsalter 16 - Onlinebote SVP des Kantons Zürich 1

Wo das Simmrechtsalter – theoretisch – seine natürliche Grenze findet.

WORTE DES 2. VIZEPRÄSIDENTEN DER SVP KANTON ZÜRICH

Eine Mehrheit im Nationalrat und im Zürcher Kantonsrat hat kürzlich beschlossen, dem Volk die Senkung des Stimmrechtsalters von 18 auf 16 Jahre zu empfehlen. Dieses Begehren haben neben den Linken auch Teile der Mitte unterstützt. Auch in anderen Kantonen fordern vor allem SP, Grüne und Grünliberale, dass Sechzehnjährige bereits abstimmen und wählen können. Zum Glück muss dieses Geschäft jeweils vors Volk und auf Bundesebene zuerst noch durch den Ständerat. Im September hat der Urner Souverän das Stimmrechtsalter 16 bereits zum zweiten Mal abgelehnt. Und in den Kantonen Waadt und Zug ist das Anliegen schon im Parlament gescheitert.

Eigentlich ist es absurd: Volljährig wird man erst mit achtzehn. Auch beginnt das Erwachsenenstrafrecht in diesem Alter. Die Begründung lautet: Wer minderjährig, also unter 18-jährig, sei, könne das eigene Risikoverhalten noch nicht genügend einschätzen. Minderjährige hätten noch nicht die Reife und Erfahrung, selbstständig zu urteilen und die Auswirkung von Entscheidungen für sich und andere angemessen einzuordnen. Im Sexualstrafrecht wurde das Mindestalter für die Prostitution unlängst von 16 auf 18 Jahre erhöht. Wer noch nicht achtzehn ist, darf nicht heiraten und bezahlt keine direkten Steuern. Auch wenn es um den Schutz vor Tabak und Alkohol geht, gelten die Jungen plötzlich als höchst unreif. In seiner Botschaft zur Volksinitiative «JA zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» hat der Bundesrat 2020 über die 16- und 17-Jährigen geschrieben: «Junge Menschen sind besonders leicht beeinflussbar und empfänglich für Werbebotschaften.» Genau das wissen natürlich auch die Roten und die Grünen.

Der Grund für deren Unterstützung von Stimmrechtsalter 16 ist äusserst durchsichtig: Die Nachwahlbefragungen zu den Nationalratswahlen von 2019 haben ergeben, dass die 18- bis 24-Jährigen mehrheitlich SP oder Parteien mit «grün» im Namen gewählt haben; bei der Gesamtwählerschaft waren es lediglich 38 Prozent. Es geht der SP, den Grünen und den Grünliberalen nur um eines: um Machtzuwachs, auch auf Kosten unseres Wohlstands dank einem schlanken Staat. Denn die Linken wissen ganz genau: Die 16- und 17-Jährigen zahlen meistens ihre Rechnungen noch nicht selber und sind froh, wenn das andere für sie tun. Genau das ist eben typische linke Politik!

14. Oktober 2021 Thomas Matter