Velo-Poser übernehmen Zürich

Fadegrad Nimmersatt - Onlinebote SVP des Kantons Zürich
Jeden zweiten Freitagabend steht in Zürich der Verkehr still. Total still. Autofahrer, Tram und Busse bleiben stecken. Extinction Rebellion hat erst auf den 3. Oktober angekündet, die Stadt lahm zu legen. Hier sind also andere Kräfte am Werk.

Es sind Velofahrer, die sich zu Velodemonstrationen treffen. Gewerbler, Einwohner, Pendler sind erzürnt. Ihnen allen wird die Mobilität genommen. Sie verpassen wichtige Termine, kommen nach dem anstrengenden Arbeitstag nicht nach Hause oder verpassen das Abendessen mit der Familie. Sie fragen sich: Warum werden diese Velofahrer nicht gebüsst und weggewiesen? Warum lässt der Stadtrat diese regelmässigen Störungen des Verkehrs zu?

Derweil prüft die Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart, was sie mit diesen Velodemonstrationen machen soll. Weder hat sie bisher Anstalten gemacht, die Velodemonstrationen zu verhindern, noch deren Organisation einer Bewilligungspflicht zu unterziehen und in geordnete Bahnen zu lenken. So finden diese zweiwöchentlichen Demonstrationen weiter als fröhliche Happenings, einer rollenden Party gleich, in Zürichs Strassen statt. Das Resultat ist immer das gleiche: mehrstündiger Verkehrskollaps. Doch wofür demonstrieren diese Velofahrer eigentlich? Sind sie eine kleine, marginalisierte Gruppe, deren Interessen in der Politik nicht gehört und nicht vertreten werden? Weit gefehlt!

Die Velo-Parteien verfügen im Parlament und im Stadtrat über Mehrheiten. Sie können durchregieren. Auch haben die Velo-Anhänger erst im September 2020 eine Volksabstimmung für Velorouten mit 70 Prozent Ja-Stimmen, am 13.Juni 2021 den Velotunnel beim HB mit 74 Prozent Ja-Stimmen gewonnen. Und kürzlich präsentierte der Stadtrat ein wohl exemplarisches Veloprojekt. Die Langstrassenunterführung bietet nun auf beiden Seiten einen zwei Meter breiten Velostreifen. Die separate Busspur existiert nicht mehr. Gleichzeitig lässt die Sicherheitsvorsteherin Hunderte, Tausende fürs Velo demonstrieren. Doch wir haben hier keine Demonstranten vor uns.

Wir haben es hier mit Velo-Posern zu tun. Sie bewegen sich in den Strassen, nicht um von A nach B zu gelangen. Sie kommen zusammen mit dem Ziel, die anderen Verkehrsteilnehmer zu blockieren. Unter der rot-grünen Stadtregierung haben Velofahrer mehr Rechte als alle anderen Verkehrsteilnehmer. Das ist stossend und widerspricht Recht und Gesetz. Im rot-grünen Zürich scheint dies willkommen. Velo-Poser haben übernommen, das Wirtschaftszentrum Zürich dankt ab. In ihrer Kurzsichtigkeit meint die Sicherheitsvorsteherin, sie kümmere sich mit ihrem Laisser-faire um ihre Velo-Klientel. Sie könnte sich täuschen. Die häufigen VeloPoser-Anlässe sind nämlich prima Wahlveranstaltungen für die SVP. Ein kleines, heimliches «machen Sie weiter so, Frau Rykart» kann ich mir darum nicht verkneifen.

2. Juli 2021 Susanne Brunner