Von Politik und Spitzbuben

Worte des... Von Politik und Spitzbuchen - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Sind Spitzbuben gendergerecht? Bild pixabay

WORTE DES FRAKTIONSPRÄSIDENTEN

Jahreszeitbedingt werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Gefühlt wirkt das, als hätte der Tag keine 24 Stunden mehr. Vielleicht empfindet man es gerade dadurch als noch hektischer in dieser Vorweihnachtszeit. Bestimmt trägt zu dieser Wahrnehmung aber auch das näher rückende Jahresende bei: Alles Vorgenommene möchte noch erledigt sein, Weihnachtseinkäufe sollen getätigt werden und man stellt fest, wie schnell doch wieder ein Jahr vorbei ist. Gleichzeitig sollte die Adventszeit etwas entschleunigend wirken. Die vielen Lichter ermuntern zum Innehalten, fordern auf, Rückschau zu halten und sich Gedanken fürs kommende Jahr zu machen.

Die Pandemie prägt nun bereits das zweite Jahr. Was vorher das Klima war, ist jetzt die Pandemie. Bei den Medien ist es immer noch das dominierende Thema und auch in der Bevölkerung prallen die unterschiedlichen Meinungen zunehmend noch heftiger aufeinander. Gemeinsam haben beide – Klima und Pandemie –, dass in den Voten oft die Faktenfreiheit mit der Meinungsfreiheit verwechselt wird und dass Toleranz und Umgang mit Minderheiten mit Füssen getreten werden; oftmals gar von denjenigen, die sonst Toleranz fordern.

Wie so oft hilft es auch da nicht, Schuldige zu suchen. Vielmehr müssen wir nach vorne schauen und die richtigen Strategien entwickeln. Strategien, mit denen wir durch Innovationen, unternehmerische Freiheit und Eigenverantwortung die Schweiz weiterbringen. Es muss uns gelingen, die bewährten Tugenden der Schweiz einzusetzen und nicht in Schockstarre zu verweilen. Die Politik ist gefordert, vorausschauend aktiv Themen zu setzen, damit wir agieren können und nicht nur reagieren müssen. Handlungsspielraum muss man sich erarbeiten. Das gilt für Unternehmen genauso wie für den Staat. Dazu bräuchte es Politiker mit Visionen, Engagement und Durchsetzungsvermögen. Momentan sind diese nicht in der Mehrheit. So wird sich die Politik wohl eher als nächstes mit gendergerechten Spitzbuben und anderen Weihnachtsguetzli- Sorten auseinandersetzen als sich an die echten Probleme unserer Gesellschaft heranwagen.

Ich wünsche Ihnen so viel Gereiztheit, dass Sie weiterhin motiviert sind, sich für die Anliegen und Werte der SVP einzusetzen.

Die nötige Gelassenheit, die Dinge zu ändern, die wir ändern können, und die Weisheit, das erste vom zweiten zu unterscheiden.

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz.

14. Dezember 2021 Martin Hübscher