Was ich nicht mag

Fadegrad Nimmersatt - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

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Linke Vetterliwirtschaft im Gemeinderat ist eigentlich nichts Neues. Immer wieder schanzen die rot-grünen Gemeinderäte Institutionen, die ihnen wohlgesinnt sind, Steuergelder und Stellen zu. Normalerweise achten sie aber darauf, dass dies nicht allzu sehr auffällt, indem nicht ausgerechnet die Person den entsprechenden Vorstoss einreicht, die in der zu begünstigenden Branche tätig ist. Hin und wieder sind die direkten Zusammenhänge zwischen Antragstellern und Begünstigten aber kaum zu übersehen.

Jüngstes Beispiel dafür ist die Gemeinderätin Selina Walgis, die von den Medien bereits als «Shooting-Star» der grünen Partei gehandelt wird. Die 29-Jährige ist von Beruf DaZLehrerin (DaZ = Deutsch als Zweitsprache). DaZ-Lektionen werden Schülern der Volksschule mit nicht deutscher Erstsprache zusätzlich zum Regelunterricht angeboten.

Selina Walgis unterrichtet DaZLektionen und ist auch im Vorstand der Gewerkschaft der DaZLehrer. Bereits einen Monat nach ihrem Eintritt in den Gemeinderat reichte ihre Fraktion einen Vorstoss mit der Forderung nach einem erhöhten Angebot von DaZ-Lektionen «auf allen Stufen der Volksschule» ein. In der letzten Budgetdebatte konkretisierte die grüne Fraktion dann ihr Vorhaben. Unterstützt von der linken Ratsmehrheit plädierte sie erfolgreich für eine halbe Million Franken Mehrausgaben zur Schaffung von 10 neuen DaZ-Stellen. Vor einer Woche doppelte die Fraktion bereits nach. Zusammen mit einem grünen Ratskollegen, einem ehemaligen Gymnasiallehrer, reichte Walgis einen Vorstoss zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Klassen- und DaZLehrern ein. Natürlich wird diese an und für sich begrüssenswerte Anregung, wie meistens bei den Grünen, an Mehrausgaben gekoppelt. Es sollen nämlich zusätzliche Entschädigungen für diesen «erheblichen Mehraufwand» gesprochen werden.

Damit bei dieser Art Arbeitsbeschaffung für die eigenen Leute ja niemand auf den Gedanken der Vetterliwirtschaft kommt, schmücken sie die schriftliche Begründung für ihre beiden Vorstösse mit wohlklingenden Phrasen aus, dass es einem warm ums Herz wird: «Erhöhung der Chancengleichheit», «Förderung der sozialen Integration», «positive Identitätsbildung der Jugendlichen », «gesellschaftliche Teilhabe» und «Beschleunigung der Lernprozesse ». Gemäss offizieller Leseart geht es ihnen also ausschliesslich um das Wohl des Kindes. Sollte jemand trotz des zur Schau gestellten Gutmenschentums noch skeptisch bleiben, begebe er sich auf die Webseite der Grünen und suche dort nach dem Porträt von Selina Walgis. Dort werden seine Zweifel nämlich endgültig ausgeräumt. Beim Punkt «Was ich nicht mag» steht bei ihr das folgende eindeutige Statement: Egoismus.

28. März 2021 Stefan Urech