«Wir haben die richtigen Antworten auf die aktuellen Herausforderungen»

News «Wir haben die richtigen Antworten auf die aktuellen Herausforderungen» - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Domenik Ledergerber betont: «Wir von der SVP müssen verstärkt aufzeigen, dass wir als Privatpersonen und Unternehmer schon längstens nachhaltig unterwegs sind. Und zwar mit Taten statt ‹grünem Geschwätz› und ‹Klimastreiks›.»

INTERVIEW MIT DOMENIK LEDERGERBER
Als Präsident «in spe» nimmt Domenik Ledergerber künftig eine zentrale Funktion innerhalb der SVP des Kantons Zürich wahr. Der zupackende Kantonsrat, Ingenieur Agronom und Unternehmer hat überzeugende Argumente für die SVP. Sei es bei Sachvorlagen, aber auch wenn es darum geht, an den Kantonsrats- und Nationalratswahlen kommendes Jahr zu punkten.

Der Kantonalvorstand der SVP Zürich hat sie auf Vorschlag der Parteileitung für das Parteipräsidium nominiert. Die Delegiertenversammlung vom kommenden 25.August wird dann definitiv die Wahl vornehmen. Kurz: Was will der designierte Präsident Domenik Ledergerber?

Ich will mich für die SVP Zürich wie bisher engagieren. Als Präsident kann ich zusätzlich Einfluss nehmen. Ich kann prägen. Ich will die Partei geeint und motiviert in das Wahljahr 2023 führen und bereit machen für Abstimmungskämpfe.

Unsere Partei wird fast täglich vom politischen Gegner und von Medienschaffenden angegriffen. Das zeigt, dass wir nicht dem Zeitgeist erlegen sind, dass wir unserem Parteiprogramm treu bleiben. Aber das braucht oft ein «dickes Fell». Man wird ja nicht gerne kritisiert. Ich will, dass unsere Basis weiterhin der Partei vertraut.

«Wer ist Domenik Ledergerber?»

Ich bin 34 Jahre alt, mit Caroline verheiratet. Meine landwirtschaftliche Ausbildung habe ich als Ingenieur Agronom abgeschlossen. Zusammen mit meinem Bruder führe ich den Landwirtschaftsbetrieb Schlattgut in Herrliberg. Seit 2018 vertrete ich die SVP im Kantonsrat. Ich bin begeisterter Fussballer und Fussballfan, gerade sind wir mit dem FC Herrliberg aufgestiegen! Wenn es die Zeit zulässt, verbringen wir gerne die Zeit in den Bergen, essen gerne und geniessen ausgewählte Weine.

Welchen Prinzipen folgen Sie im Alltag?

Was ich mache, will ich richtig und mit vollem Engagement, Leidenschaft und Herzblut machen!

Die Aussage «Sichere Zukunft in Freiheit» ist quasi das «Ur-Gen» der SVP seit Jahrzehnten. Müsste man im aktuellen wirtschafts-, sozial- und sicherheitspolitischen Umfeld nicht mal etwas Neues «erfinden»?

Die SVP-Kernaussage ist hochaktuell. Denken wir an «Corona», den Ukrainekrieg, die Verlotterung der Neutralitätspolitik, die Drohungen aus EU-Brüssel, den Druck auf die direkte Demokratie, den Föderalismus und die nach wie vor zu grosse Zuwanderung. Zudem wächst im Kanton die Bürokratie und der Zentralismus ungebremst weiter.

Zunehmend schreibt man den Bürgerinnen und Bürgern vor, wie sie zu leben haben. Die SVP ist ihren Kernanliegen treu geblieben und hat sich nicht den Launen des Zeitgeistes angebiedert. Wir haben die richtigen Antworten auf die aktuellen Herausforderungen.

Welche Herausforderungen müssen im Kanton Zürich dringend angepackt werden und was sind die Lösungen der SVP?

Die Belastung für unsere KMU, für unsere Gewerbler muss gesenkt werden. Konkret heisst das, die Steuern für juristische Personen und die Bürokratie müssen abgebaut werden.

Durch die enorme Zuwanderung ist unsere Verkehrsinfrastruktur am Anschlag. Wir spüren das täglich. Der Kanton Zürich braucht einen funktionierenden ÖV. Deshalb müssen wir flächendeckende Tempo-30-Zonen verhindern. Denn das bremst den öffentlichen Verkehr ein und verursacht zusätzlichen Millionenaufwand. Zusammen mit der FDP hat unsere Partei die «ÖV-Initiative» lanciert. Wir werden im Spätsommer eine Volksinitiative lancieren, welche Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen verbietet.

Selbstverständlich steht die SVP für ein leistungsfähiges Strassennetz ein. Im Weiteren müssen wir dafür sorgen, dass der Wirtschafts- und Forschungsstandort auch in Zukunft eine stabile Stromversorgung hat. Und es geht da­rum, den Wohlstand für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern.

Wie «grün» ist Domenik Ledergerber?

Ich fliege wenig, auf unserem Stalldach produziert eine Photovoltaikanlage Strom, auf unserem Land leben über 15 Bienenvölker, ich bewirtschafte und pflege Biodiversitätförderflächen. Somit bin ich wohl «grüner» als ein Grossteil der grünen Politiker! Das ist mir wichtig: Wir von der SVP müssen verstärkt aufzeigen, dass wir als Privatpersonen und Unternehmer schon längstens nachhaltig unterwegs sind. Und zwar mit Taten statt «grünem Geschwätz» und «Klimastreiks».

Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit bürgerlichen Partnern wie der FDP mit Blick auf die kantonalen und eidgenössischen Wahlen vom nächsten Jahr?

Nur gemeinsam erreichen wir wieder bürgerliche Ziele im Zürcher Kantonsparlament. Der Zusammenarbeit zwischen Mitte, FDP und SVP räume ich eine hohe Priorität ein.

Die SVP des Kantons Zürich ist die grösste Kantonalpartei. Welche Aufgabe kann und muss sie innerhalb der SVP Schweiz übernehmen?

Zürich ist der bevölkerungsreichste Kanton in der Schweiz. Viele schauen nach Zürich und zur Zürcher SVP. Die Zürcher SVP ist und soll, ja, sie muss Taktgeber für die SVP Schweiz bleiben.

Und welche Bedeutung hat die grösste Sektion, die SVP der Stadt Zürich, in der kantonalen Partei?

Leider hat die SVP Stadt Zürich durch ihre Wahlverluste an Gewicht verloren. Als grösste Sektion möchte ich die SVP Stadt Zürich wieder stärken, um auch in der Stadt wieder mehr SVP-Wähler zu mobilisieren. Ich bin überzeugt, dass auch die Städte ein Potenzial für eine klare bürgerliche Politik haben. Das Ziel muss sein, wieder in die Stadtregierung einzuziehen. Wir schaffen das mit Geduld, Hartnäckigkeit und kluger Themenbewirtschaftung.

Die SVP Schweiz hat die Stadt-Land/Agglo-Thematik im letzten Jahr lanciert. Mit den Städten Zürich und Winterthur sind zwei grosse Städte «ins Visier geraten». Um was geht es eigentlich?

Sehr viel Geld fliesst vom Land in die Stadt. Gerade die Stadt Zürich hat enorm viel Steuergeld und leistet sich ein Luxusprojekt nach dem anderen. Selbstverständlich übernehmen die Städte Zentrumslasten. Sie haben aber dank ihrer Infrastruktur und Lage auch einen Zentrumsnutzen. Es geht darum, die Balance wiederherzustellen zwischen den Städten und den Agglomerationen sowie dem Land.

Zum Schluss: Welchen Nutzen haben die Zürcherinnen und Zürcher, wenn sie sich in der SVP engagieren und SVP wählen?

Die SVP setzt sich als einzige bürgerliche Partei ohne Wenn und Aber für eine Zukunft in Freiheit im Kanton Zürich ein. Die Bürgerinnen und Bürger müssen selber bestimmen können. Die demokratische Mitsprache darf nicht zunehmend eingeschränkt werden. Der Wirtschafts- und Forschungsstandort muss Handlungsfreiheit haben. Die Gängelung durch ein staatliches Korsett mit ideologisch beeinflussten Öko- und Umverteilungsregimes würgt Wettbewerb, Innovation, Arbeitsplätze und Wohlstand ab.
Danke für das Gespräch.

Das Interview führte: Werner Gartenmann, Parteisekretär

 

 

17. Juni 2022 SVP Kanton Zürich