Wortreich und emotional

Kantonsrat Wortreich und emotional - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Die SVP fordert eine ausgewogene Gewichtung der politischen Inhalte in Lehrbüchern. Bild Marlies Pfister, SVP Egg

AUS DEM KANTONSRAT
Heute standen im Kantonsrat hauptsächlich die Bildung und die Schule auf dem Programm.  

Zuerst wurden die Jahresberichte der Universität Zürich und der Zürcher Fachhochschule abgenommen. Auch das China-Engagement der Zürcher Fachhochschule stand zur Diskussion, welches die gesamte Hochschullandschaft betreffe, wie Raffaela Fehr der FDP erwähnte. Regierungsrätin Silvia Steiner sagte zum Schluss, dass das letzte Jahr geprägt war von der Coronapandemie. Der Wissenstransfer zwischen den Hochschulen funktioniere sehr gut. Die Zahlen seien sehr gut.  Als nächstes Traktandum folgte das Gesetz über die finanzielle Unterstützung der familienergänzenden Kinderbetreuung aufgrund der Coronapandemie. Der Antrag der Redaktionskommission und das finale Gesetz wurden unterstützt. 

Attraktives Medizinstudium 

Es folgte das Traktandum Numerus Clausus oder alternative Eignungsprüfung für das Medizinstudium: Rochus Burtscher (SVP) erwähnte, dass die Attraktivität des Medizinstudiums ungebrochen sei. Die Eignung der Studenten soll entscheidend sein, vor allem auch menschliche Fähigkeiten, nicht nur das Auswendiglernen. Bettina Balmer (FDP) erwähnte, dass der Test gut trainierbar sei, soziale Skills würden zu kurz kommen. Auch ein Praktikum sei sehr sinnvoll. RR Steiner resümierte, dass die Zahl der Bewerbungen viermal so hoch wie die Anzahl Plätze sei. Daher sei ein Test unabdingbar.  

Wie neutral ist das Bildungswesen? 

Schliesslich kam das emotionale Traktandum politisch und konfessionell neutrales Bildungswesen und neutrale Lehrmittel von Marc Bourgeois und Bettina Balmer (FDP). Christoph Ziegler der GLP erwähnte, dass es nicht notwendig sei, dass man dies eingehender regle. Benjamin Fischer (SVP) und Nina Fehr Düsel (SVP) erwähnten, dass es zentral sei, dass die Lehrmittel kontrolliert werden und die politische Neutralität nicht immer gegeben sei. Dies ergaben auch diverse Kontrollen. Valentin Landmann (SVP) und Matthias Hauser (SVP) bestätigten auch, dass die Kinder sehr geprägt würden in der Schule. Marc Bourgeois (FDP) stellte fest, dass es die bürgerlichen Parteien in der Schule schwieriger haben, NPO’s aber oft in Lehrbüchern vorkommen. Die linken Parteien sahen dies natürlich anders und sahen keinen Handlungsbedarf. Schlussendlich kamen die beiden parlamentarischen Initiativen leider nicht durch. 

Sonderpädagogische Förderung 

Zum Schluss stand noch die Sonderpädagogische Förderung für Leistungsstarke auf dem Programm. Starke Schüler sollen genügend gefördert werden, dass diese nicht in Privatschulen abwandern. Ausserdem sollen die Fördermittel nicht nur an leistungsschwache Schüler wandern, sondern auch an die leistungsstarken Kinder. Es brauche eine bessere Verteilung. Der Initiant Christoph Ziegler (GLP) freute sich, dass sich die Regierung diesem Thema annimmt.  Alles in allem eine wortreiche und emotionale Kantonsrats-Debatte zum Thema Bildung.  Leider folgte zum Schluss noch die Rücktrittserklärung von Beat Huber (SVP, Buchs) aus dem Kantonsrat. 

15. November 2021 Nina Fehr Düsel