Zentralisierung des Winterdienstes

Kantonsrat Zentralisierung des Winterdienstes - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Diesen Montag bewilligte der Kantonsrat einen 9-Millionen-Kredit für die Zentralisierung des Winterdienstes im Kanton Zürich. Foto: Markus Heinzer, Uster (© TBA ZH)  

Eine der Kernaufgaben des kantonalen Tiefbauamtes ist neben dem Unterhalt der Staatsstrassen die Organisation und Durchführung des Winterdienstes auf den rund 1600 Strassenkilometern des Kantons.

Diese Aufgabe wird heute individuell durch die 9 Bezirksleiter der entsprechenden Werkhöfe ausgeübt. Diese werden durch knapp 70 Messstationen informiert, zudem werden Kontrollfahrten angeordnet, um den Zustand der Strassen zu bestimmen.

Digitalisierung auch im Winterdienst

Neu soll nun der ganze Verantwortungsbereich auf eine Leitstelle übertragen werden, die Kontrollfahrten werden auf ein absolutes Minimum reduziert. Dazu bedarf es zusätzlich rund 100 Messstellen sowie eines digitalisierten Auswertungsprogrammes und zusätzlicher organisatorischer Anpassungen. So werden z.B. sämtliche im Einsatz stehenden Fahrzeuge mit einem Datenlogger ausgerüstet.

Durch die neue Organisationsform, welche sich hauptsächlich auf datenbasierte, digitalisierte Informationen bezieht, soll Folgendes erreicht werden:

  • Einsparung von rund 100 000 km Kontrollfahrten pro Jahr
  • Einsparung von rund 5000 Arbeitsstunden
  • Optimierter und somit reduzierter Salzverbrauch
  • Effizienzsteigerung der Fahrzeugflotte

Diesen jährlichen Einsparungen von rund Fr. 900 000.– stehen Mehrkosten von Fr. 495 000.– pro Jahr gegenüber. Diese werden durch die Kapitalfolgekosten verursacht. Somit wird der jährliche Winterdienst um gut Fr. 400 000.– günstiger bei aktuell durchschnittlichen jährlichen Kosten von Fr. 18,5 Mio. In der Ratsdebatte waren sich dann auch alle Parteien einig, dass dies ein richtiger Schritt ist und dass man auch in diesem Gebiet auf datenbasierte Grundlagen zurückgreifen soll. Die Digitalisierung schreitet somit auch im Winterdienst voran. Das Geschäft wur­de einstimmig gutgeheissen.

Die Betriebsaufnahme ist für das  Jahr 2025 vorgesehen, bis dahin müssen die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sein.

3. Februar 2022 Walter Honegger