Züri Fäscht: Volksfest aber bitte ohne Volk

Stadt Zürich Züri Fäscht: Volksfest aber bitte ohne Volk - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Feuerwerk erfreut Jung und Alt. Die linke Verbotspolitik der Stadt Zürich möchte auch diesem Publikumsmagnet den Stecker ziehen. Bild Pixabay

LINKE VERBOTSKULTUR IN ZÜRICH
Kurz vor den Sommerferien machen sich nicht nur die heissen Temperaturen im Stadtparlament, sondern auch ein rasanter Anstieg an ideologischer Politik bemerkbar. Bereits in weniger als einem Jahr findet das traditionelle «Züri Fäscht» statt.

Zwei Attraktionen sollen jedoch aus dem Festprogramm gestrichen werden: Die linken Parteien wollen das traditionelle Feuerwerk und die Flugshows aus Umweltschutzgründen verbieten. Gemeinsam haben jene linken Parteien entsprechende Streichungsanträge eingereicht. Das Ziel: die ideologische Umerziehung.

Die Streichungsanträge sind ein Angriff auf den Kern des Anlasses. Das Züri Fäscht zieht alle drei Jahre rund 2,5 Millionen Besucherinnen und Besucher an, die zu Hunderttausenden von Logiernächten und einer Wertschöpfung von 370 Millionen Franken führen.

Dabei gehören – zum Unmut der linken Parteien – die Flugshow und das Feuerwerk zu den Hauptattraktionen. Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes sollen jetzt beide Attraktionen gestrichen werden. Bis zur letzten Ratssitzung zeigt sich jedoch, dass es einen starken Widerstand gibt!

Eine Analyse der Umweltstiftung Myclimate hat gezeigt, dass Flugshow und Feuerwerk je 0,2 Prozent zum gesamten Klima-Fussabdruck der Veranstaltung beitragen.

Bei den übrigen 99,8 Prozent fallen Anfahrtsverkehr und Verpflegung ins Gewicht. Paradoxerweise wäre die Umweltbelastung grösser, wenn das Züri Fäscht ganz ausfallen würde, da die Leute vermehrt mit dem Auto unterwegs wären, statt mehrheitlich mit dem ÖV in die Stadt zu fahren. Sogar die Feinstaubbelastung ist trotz Feuerwerk insgesamt geringer, da die Innenquartiere für den motorisierten Verkehr gesperrt sind. Doch die Ideologie steht darüber.

Das Vorgehen der linken Parteien ist eine reine Umerziehungsmassnahme. Es ist eine Absage an das traditionelle Volksfest für alle Gesellschaftsschichten. Vielmehr wünschen sich die linken Parteien ein veganes Quartierfest, der mittelständische Pöbel vom Land soll dabei zu Hause bleiben. Begründet wird dieses Vorgehen allen Ernstes mit der Klima-Abstimmung vom Frühling, bei welcher sich Zürich das Ziel Netto-Null bis 2040 vorgab. Die SVP warnte bereits bei der Abstimmung, dass diese Vorgabe für reine Symbolpolitik ohne konkreten Nutzen missbraucht würde.

Nach den Sommerferien wird sich zeigen, wie stark die linken Parteien an ihrer Symbolpolitik festhalten. Eigentlich hätte das Geschäft am Mittwoch im Stadtparlament behandelt werden sollen. Der öffentliche Druck war jedoch enorm. Mehrere Medien berichteten über die sinnlose Verbotspolitik und eine bürgerliche Petition erzielte innerhalb von nur fünf Tagen über 2000 Unterschriften. Die Stadtpartei hat mit diversen Beiträgen auf die drohenden Verbote aufmerksam gemacht. Mit den Streichungsanträgen der linken Parteien würde direkt in die operative Planung und Programmsetzung eingegriffen.

Die Streichungsanträge sind juristisch umstritten, sodass diese erst nach der Sommerpause zur Debatte kommen. Es bleibt zu hoffen, dass die Sommerferien bei einzelnen linken Parlamentariern zu etwas mehr Gelassenheit führen.

21. Juli 2022 Camille Lothe