Zurück zur Eigenverantwortung

Worte des... Zurück zur Eigenverantwortung - Onlinebote SVP des Kantons Zürich

Freiheit und Eigenverantwortung stehen wieder im Zentrum. Bild Pixabay

WORTE DER REGIERUNGSRÄTIN UND VORSTEHERIN DER GESUNDHEITSDIREKTION

Am 27. Februar 2020, also ziemlich ge­nau vor zwei Jahren, wurde die erste Person in Zürich positiv auf das Coronavirus getestet. Dieser Tag führte mir als Gesundheitsdirektorin vor Augen, welch grosse Verantwortung auf uns zukommt: Die Sicherstellung der Spitalversorgung für über 1,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner ist Aufgabe des Kantons. Und wir hatten uns mit grösstmöglicher Flexibilität auf eine vom Virus fremdgesteuerte Zeit einzustellen.

Vieles war weder plan- noch voraussehbar. Es gab oft nicht die einzige richtige Lösung für ein Problem. Und dennoch mussten rasch Entscheide getroffen werden. Ich bin stolz, dass wir es im Kanton Zürich geschafft haben, die medizinische Versorgung für unsere Einwohnenden sicherzustellen. Dies, obwohl auch unser Gesundheitswesen teilweise an seine Grenzen stiess. Es galt, über die bestehenden Strukturen hinaus Logistik, Infrastruktur, Material und Personal für Test- und Impfzentren, das Contact Tracing, für Anlaufstellen für Bevölkerungsanfragen und nicht zuletzt Know-how in kurzer Zeit aufzubauen. Dies gelang dank des guten Zusammenspiels zwischen Kanton und Gemeinden, Spitälern, Heimen, Apotheken, der Spitex, Ärztinnen und Ärzten, den Schulen, der Wirtschaft und der Polizei. An dieser Stelle geht auch ein grosser Dank an den Leiter des vom Regierungsrat eingesetzten Sonderstabes, den Kommandanten der Kantonspolizei und SVP-Mitglied Bruno Keller.

Diese Pandemie war nicht nur für uns Menschen eine Herausforderung, sondern auch für den Föderalismus. Die unterschiedlichen Regelungen in den Kantonen führten teilweise zu Verwirrung. Gleichzeitig aber sorgen der Föderalismus und die direkte Demokratie dafür, dass ein Ausgleich der Interessen stattfindet, dass es keine Machtballung gibt und die Menschen im Land in die Entscheidungen einbezogen werden. Das macht es einfacher, die getroffenen Entscheide umzusetzen. Die Schweiz ist das einzige Land, in dem über ein Covid-Gesetz abgestimmt werden konnte. Und dies sogar zweimal.

Mit der Aufhebung fast aller Covid-Massnahmen gilt es nun, wieder vermehrt ein zentrales Privileg, das zum Wesen der Schweiz gehört, zu pflegen: dasjenige der Eigenverantwortung. Wir bewegen uns wieder weg von einer während der Pandemie zumindest gefühlten Rundumversorgung durch den Staat, hin zu eigenverantwortlichem Handeln. Fühlen wir uns krank, bleiben wir zu Hause. Wir entscheiden selber, ob es sinnvoll ist, eine Maske zu tragen. Bei Symptomen, die eine Behandlung erfordern, konsultieren wir den Hausarzt.

In den kommenden Monaten gilt es weiter, die Lehren aus den vergangenen zwei Jahren zu ziehen. Und auch wenn man mit Blick auf die Pandemiebewältigung vieles kritisieren kann: Während dieser Pandemie gab es keinen besseren Ort zum Leben als die Schweiz. Es gab deutlich weniger Eingriffe in unsere persönliche Freiheit als in anderen Ländern. Und trotzdem war diese Zeit für uns alle eine Herausforderung und mit Einschränkungen verbunden. Umso wichtiger, dass nun Freiheit und Eigenverantwortung wieder im Zentrum stehen.

4. März 2022 Natalie Rickli